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Die Arbeitsgemeinschaft Lambach-Pumpen
Wir interessierten uns für das Thema "Lambach-Pumpen" schon lange bevor wir Anfang 2008 zusammentrafen:

Karl Oberwinter, Ingenieur i.R., der in den 1960er Jahren einige Zeit auf dem Firmengelände der Maschinenfabrik Lambach in Marienheide-Oberwipper wohnte, kurz nach der Schließung des Unternehmens.

Erich Soßna, Schlossermeister i.R., der letzte Zeitzeuge, der als Mitarbeiter der Maschinenfabrik Lambach noch selbst Pumpen gebaut, installiert und gewartet hat – und somit einer der wenigen Wissenden. Obwohl das über ein halbes Jahrhundert her ist, kennt er die Lambach-Pumpen aller Typen noch bis ins kleinste Detail. Alles, was wir über die Technik der Pumpen wissen, wissen wir von ihm.

Peter Wagner, Inhaber des Grafik- und Werbestudios Wagner Werbedienst und Betreiber der Website "www.oberwipper.de" mit Beiträgen v.a. zur Geschichte von Marienheide und ihren Ortschaften sowie einer Link-Sammmlung zum Oberbergischen Kreis. Seine Wohnung und sein Büro befinden sich in Marienheide-Oberwipper, etwa 300 m von der ehemaligen Maschinenfabrik Lambach entfernt.

Karl-Heinz Warzok, Ingenieur und Bundes-Luftwaffenoffizier i.R., befasst mit Wassertechnik für ein Projekt in seinem Wohnort Much, der (nicht ganz) zufällig auf Lambach-Pumpen stieß und dessen Engagement wir unser Zusammentreffen und die Entstehung der Arbeitsgemeinschaft verdanken.

Norbert Feldhoff, Maschinenschlosser, der im Jahr 2009 zu uns stieß und dessen Fachwissen und langjährige Praxis unerlässlich sind für Restaurierungsarbeiten.

Andreas Stein, Maschinenschlosser, der im Jahr 2010 zur Arbeitsgemeinschaft hinzukam und wie Norbert Feldhoff als Fachmann an den technischen Arbeiten beteiligt ist.

Die restaurierte und rekonstruierte Lambach-Pumpe L380 aus Pergenroth liegt in Einzelteilen in der Werkstatt und wartet darauf, an ihrem neuen Standort aufgebaut zu werden. Davor von links nach rechts Norbert Feldhoff, Karl-Heinz Warzok und Karl Oberwinter, davor sitzend Meister Erich Soßna, der in seinen frühen Berufsjahren als Mitarbeiter der Maschinenfabrik Lambach noch selbst Lambach-Pumpen gebaut und repariert hat.
Unsere Arbeit und unsere Ziele
Wir recherchieren nach Lambach-Pumpen und was mit ihnen geschehen ist, erforschen die Geschichte der Maschinenfabrik Lambach, sammeln und bündeln alle Kentnisse und Erkentnisse und zeichnen sie auf. Dabei können wir auf Daten zugreifen, die uns die Familie Lambach zur Verfügung gestellt hat, und auf Arbeiten von vielen anderen Interessierten, die seit etwa 1980 Daten und Fakten gesammelt haben.
Wir möchten, dass möglichst viele Lambach-Pumpen erhalten bleiben, soweit es geht, in funktionsfähigem Zustand. Vor allem wollen wir das technische Wissen um Lambach-Pumpen erhalten für alle, die eine solche Maschine restaurieren und wieder in Betrieb nehmen wollen, oder die einfach nur an der Technik und an Technik- und Industriegeschichte interessiert sind.
Eine Lambach-Pumpe in Marienheide
Wir wollen eine funktionsbereite Lambach-Pumpe in Marienheide nahe dem Ort der Herstellung aufstellen als technisches Denkmal und, soweit möglich, zur Vorführung. Es gibt hunderte unwichtigere Persönlichkeiten als Gottlieb Lambach und seine Söhne, denen man ein Denkmal setzte!

Das Ziel ist fast erreicht. Seit Juni 2010 sind wir im Besitz einer Lambach-Pumpe L380, Baujahr 1911, die die Ortschaft Pergenroth bei Marienhagen (seit 1975 Stadt Wiehl) mit Wasser versorgte. Sie steht bereits unter Denkmalschutz.

Sie war in einem erbärmlichen Zustand. Nach 4 Jahrzehnten Stillstand in Wasser und Schlamm war sie stark verrostet. Einige Gussteile waren durch Frost geplatzt. Viele Teile fehlten, sie waren schlicht weggerostet, andere beschädigt.

Kurzum: sie war die am schlechtesten erhaltene Lambach-Pumpe, die wir jemals zu Gesicht bekommen haben, und wir haben viele gesehen. Eine echte Herausforderung, die ohne die Kenntnisse von Erich Soßna und die Unterstützung durch die Firma Rüggeberg niemals zu bewältigen gewesen wäre.

Inzwischen sind alle Teile restauriert oder ersetzt, die Pumpe könnte installiert und in Betrieb genommen werden! Jetzt fehlt "nur" noch das Pumpenhaus am Wanderweg – d.h. ziemlich viel Geld, es zu bauen.

Im Jahr 2011 wird sie einhundert Jahre alt. Es wäre phantastisch, wenn sie in diesem Jahr ausgestellt und vorgeführt werden könnte.

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